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Schulelternrat der KGS Rastede

Digitalisierungsstrategie an der KGS

In der Gesamtkonferenz am 22.3.2022 wurde mit einer 3/4 Mehrheit beschlossen, dass in diesem Jahr der 11. Jahrgang beginnt mit elternfinazierten Geräten zu arbeiten und dass im Januar/Februer der 7. Jahrgang folgt. Welche Geräte benutzt werden gibt demnach die Schule vor.

Ich versuche hier die wichtigsten Fragen zu beantworten die bisher aufgetaucht sind. Mein Wissen habe ich aus vergangenen Konferenzen/Besprechungen mit Beteiligten der Schule. Ich geben es nach bestem Wissen und Gewissen weiter. Eventuelle Fehler gehen zu meinen Lasten.

Bei allen Aussagen ist aber zu beachten, das das alles Planungen sind die jederzeit angepasst werden können.

Wenn es noch offene Fragen gibt schickt mir bitte eine E-Mail an vorstand@ser-kgs.de.

Euer Hartwig Haßmann (Vorsitzender des Schulelternrates)

 

Fragen zur Digitalisierung an der KGS Rastede (Stand 1.6.2022)

Was bedeutet "Digitalisierung an der KGS" eigentlich?

Bis 2025 sollen alle Schülerinnen und Schüler der KGS ein eigenes Tablet besitzen und in der Schule nutzen (können).

Warum soll das gemacht werden?

Das Land gibt in der Ziellinie 2025 vor, dass alle Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen bis 2025 mit einem mobilen Endgerät am Unterricht teilnehmen sollen. Außerdem sind in den Vorgeben des Kultusministeriums immer häufiger auch Bereiche die die Medienkompetenz fördern sollen.
Neben den Vorgaben gibt es aber auch noch weitere Gründe für die Einführung von Tablets im Unterricht wie z. B. die Förderung von Kreativität, kritischem Denken, Kommunikation, Kollaboration und Kooperation.
Zeitgemäßer Unterricht ist eine gute Vorbereitung für die Berufswelt.
Während des Unterrichts ist die Nutzung eines Geräts jederzeit ohne Vorplanung möglich.
Medienkompetenz wird geschult (z.B. auch Bewertung des eigenen Medieneinsatzes).
Individuelle Förderung und Binnendifferenzierung (Berücksichtigung unterschiedlicher Leistungsfähigkeit z.B. bei Inklusion) sind digital besser machbar als analog.

Was für Geräte müssen angeschafft werden?

Nach reiflicher Überlegung, Prüfung aller Bedingungen und Erfahrungen andere Schulen hat sich die KGS für Apple iPads entschieden.

Warum müssen es iPads sein?

Der Hauptgrund ist die Software, die die Geräte für die Schule nutzbar macht. Die nennt sich "Mobile Device Management" Software (kurz MDM) und sorgt dafür, dass die Schülerinnen und Schüler in der Schule nicht die ganze Zeit mit ihren Geräten machen können was sie wollen. Die Lehrkräfte können in der Schule Funktionen beschränken oder verhindern, dass bestimmte Apps laufen können.
Zuhause können die Geräte aber in vollem Umfang privat genutzt werden. Die Schule kann nicht auf die privaten Daten zugreifen.
Weitere Gründe sind die Langlebigkeit der Geräte, die langen Updatezeiträume und die verfügbare Software.

Was kann diese Mobile Device Management Software eigentlich?

Die Software wird auf den Geräten installiert und kann durch die Schülerinen und Schüler auch nicht entfernt werden. Sobald sich das Gerät dann im Bereich des Schul-WLANs ist, werden die Geräte auf den "Schulmodus" umgestellt. Damit können nur noch von der Schule autorisierte Apps genutzt werden. Darüber hinaus können bestimmte Dienste komplett gesperrt werden. Die Lehrkräfte können während des Unterrichts auf die Bildschirme der Schülerinnen und Schüler zugreifen und auch ihre eigenen Bildschirme "teilen". Damit wird also weitgehend ausgeschlossen, dass die Schülerinnen und Schüler in der Schule auf Ihren Geräten machen können was sie wollen. Auf die privaten Daten kann die Schule dabei aber nicht zugreifen.
Sobald das Gerät nicht mehr im Bereich der Schule ist verhält es sich wieder wie ein ganz normales iPad.
Wahrscheinlich wird jamf als MDM genutzt. Wer mag kann sich die Internetseite dazu anschauen.

Wer bezahlt das alles?

Das Land Niedersachsen sieht vor, dass die Eltern die Geräte bezahlen. Die Schulen bekommen keine Mittel für die Anschaffung weiterer Geräte.

Warum müssen wir in Niedersachsen etwas bezahlen obwohl das in anderen Bundesländern nicht nötig ist?

In Bremen und Hamburg haben die Schülerinnen und Schüler kostenlos Leihgeräte bekommen. Da wir in Deutschland "Bildungsföderalismus" haben kann das jedes Bundesland für sich entscheiden wie es mit der Bildung und deren Finanzierung umgeht. Niedersachsen hat beschlossen, dass die Eltern das finanzieren sollen. Wer das ungerecht findet soll sich bitte an unserer Aktion beteiligen.

Und was ist mit dem "Digitalpakt" des Bundes?

Die Mittel aus dem Digitalpakt sind für die Schulen gedacht und in Rastede weitgehend ausgeschöpft. Je Schule (egal wie groß) gibt es 25.000 € für Geräte für Schülerinnen und Schüler. Mehr ist nicht zugelassen.

Was kostet das?

Der aktuell favorisierte Anbieter hat folgende Konditionen für ein iPad 2021 (64GB) mit Pencil (1. Gen) und UAG-Hülle inkl. Garantie, Versicherung (mit Selbstbeteiligung: 75 € bei Defekt und 150 € bei Diebstahl) und ein Ersatzgerät je Klasse.
Finanzierung/Leasing: Laufzeit 36 Monate, Monatsrate 16,99 €, Restzahlung zur Übernahme des Geräts (sofern gewünscht): 3 weitere Raten. Der Kaufpreis dafür beträgt  559 €. 
Das gleiche Angebot mit einem Slim Folio Tastatur-Case statt der Schutzhülle beläuft sich auf 18,99 € monatlich bzw. 699 € für den Kauf. (Stand Mai 2022)
Bedenkt bei einem Preisvergleich mit dem günstigsten Anbieter im Internet auch, dass es da keine Versicherung und kein Ersatzgerät im Reparaturfall gibt! Dafür muss man auch ca. 60 € / Jahr rechnen.

Und wenn ich mir das nicht leisten kann?

Da sind die Vorgaben des Landes leider nicht so genau. In einigen Landkreisen gibt es im Rahmen der Teilhabe finanzielle Unterstützung. Der Landkreis Ammerland hat noch keine Aussagen dazu getroffen.
Der bevorzugte Anbieter für die Geräte bietet aber auch für max. 10% einer Klasse Unterstützung (bis zu 50 % Erlass des Mietpreises für finanzschwache Familien, mehreren Kindern…) für besondere Situationen an. Die Mittel dafür kommen aus einem Bildungsfonds.

Was passiert wenn mein Kind die Schule verlässt?

Wenn das Gerät finanziert wurde kann es zurückgegeben werden und damit endet dann der Mietvertrag. Wenn in einer neuen Schule auch iPads genutzt werden kann das Gerät weiter finanziert werden.

Darf ich mir auch irgendwo ein Gerät kaufen?

Eher nicht, weil der Aufwand zur Einrichtung individueller Geräte sehr hoch ist. Dafür könnten dann ggf. einmalige Einrichtungskosten fällig werden. Der Anbieter, den die Schule vorgibt, richtet die Geräte ein und wickelt auch eventuelle Reparaturen ab.

Und wenn ich jetzt gerade ein Tablet für mein Kind gekauft habe?

In den ersten ein bis zwei Jahren dürfen eigene Geräte genutzt werden, sofern sie die Anforderungen erfüllen. Alle anderen müssen zumindest für Arbeiten (sofern dafür Tablets genutzt werden dürfen) Leihgeräte benutzen.

Welche Klassen sollen denn die Geräte bekommen?

Die 11. Klassen starten nach den Sommerferien (also im August 2022) mit der Nutzung. Die 7. Klassen sollen dann zum 2. Halbjahr (Februar 2023) beginnen.

Warum ausgerechnet diese Klassen?

Im aktuellen 10. Jahrgang besitzt schon ca. die Hälfte der Schülerinnen und Schüler Tablets. Die Schülerinnen und Schüler des Gymnasialzweiges müssten sich sonst in Klasse 7 teure (ca. 150 - 180 €) Taschenrechner kaufen. Wenn ab jetzt jedes Jahr die Jahrgänge 7 und 11 ausgestattet werden, haben alle Schülerinnen und Schüler ab Jahrgang 7 im Jahr 2025 die geforderte Ausrüstung. Wenn sich herausstellen sollte, dass alles richtig gut läuft wäre es evtl. auch denkbar weitere Jahrgänge früher einzubeziehen.

Was ist mit den Jahrgängen 5 und 6?

Momentan sieht die Planung vor, dass die Klassen in einzelnen Stunden mit schuleigenen Leihgeräten arbeiten. Es ist aber noch nicht klar, was in den Grundschulen passiert. Sollten die z.B. in einigen Jahren eigene Geräte benutzen, wäre es sinnlos in Klasse 5 dann darauf zu verzichten.

Müssen wir dann noch Software kaufen?

Die Software die normalerweise benötigt wird ist auf den Geräten vorinstalliert oder kostenlos. In Ausnahmefällen mag es nach Absprache noch nötig werden andere Software zu kaufen.

Was geschieht mit den Geräten beim Sport und in den Pausen?

Die Geräte bleiben in verschlossenen Räumen. Laut Aussagen anderer Schulen die schon länger mit iPads arbeiten passiert so gut wie nie etwas. Auch Schäden kommen wohl sehr selten vor.

Bekommen die Schülerinnen und Schüler eine Einweisung?

Ja. Es eine mehrtägige Einführungsphase geben u. a. mit Regeln zum Gebrauch und allgemeinen Einweisungen.

Können die Lehrkräfte das denn alle selber?

Viele Lehrkräfte arbeiten schon länger mit den Systemen. In den letzten Monaten haben die Lehrkräfte ihre Geräte bekommen und nehmen an Schulungen teil. Es wird aber auch laufend weitere Fortbildungen geben.

Arbeiten unsere Kinder dann nur noch mit den Geräten?

Nein. Jede Lehrkraft wird individuell, passend zur Situation, zum zu vermittelnden Lehrstoff und den Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler entscheiden, wofür und in welchem Umfang die Geräte genutzt werden.

Brauchen unsere Kinder dann keine Bücher mehr in die Schule mitzunehmen?

Aktuell ist das nicht geplant. Bei einigen Verlagen müssten elektronische Schulbücher für den vollen Preis gekauft werden. Das wäre im Vergleich zum Leihsystem an der Schule unverhältnismäßig teuer. Viele elektronische Bücher bieten dabei auch keinen Mehrwert sondern sind "nur" PDFs der gedruckten Bücher. Die Verlage werden sich aber auf die geänderte Situation einstellen und es wird neue Angebote geben. Insofern kann man jetzt nicht sagen, was in ein paar Jahren sein wird.

Leidet die Entwicklung der Kinder nicht darunter? Verkümmert dann nicht die Handschrift?

Es ist nicht vorgesehen, dass die Schülerinnen und Schüler nur noch mit den Geräten arbeiten. Papier und Stift werden nicht ersetzt sondern eher ergänzt.

Wo werden die Daten denn gesichert? Was ist mit dem Datenschutz?

Die schulischen Daten sollen in IServ gesichert werden. Damit ist dem Datenschutz, zumindest was die Speicherung der Daten angeht, genüge getan. Ansonsten unterscheidet sich der Datenschutz nicht wesentlich von den aktuellen Bedingungen - insbesondere im Hinblick auf Persönlichkeitsrechte. persönliche Backups können auf eigenen Geräten vorgenommen werden oder in einer Cloud gespeichert werden.

Was ist wenn ich zu Hause keinen Internetzugang habe?

In dem Fall ist es mit Sicherheit möglich, die Aufgaben auf dem Gerät zu speichern bis sie in der Schule hochgeladen werden können.

Können die Kinder die Geräte auch privat nutzen?

Ja, man kann auch eigene Apps installieren. Die privaten Daten bleiben dabei auch privat. Die Schule kann nicht auf die Daten zugreifen.

An wen kann ich mich wenden wenn ich weitere Fragen habe?

Schick Deine Fragen gerne per E-Mail an digital@ser-kgs.de. Wir werden die Fragen dann hier beantworten damit alle daran teilhaben können.